An die Mütter allein reisender Frauen

An die Mütter allein reisender Frauen

Liebe Mütter. Ihr alle kennt ihn, den Moment, wenn ihr eure Tochter am Flughafengate verabschiedet. Sie dreht sich noch einmal um und winkt. Dann seht ihr nur noch den riesigen Reiserucksack, aus dem zwei Beine zu wachsen scheinen. Sie bewegen sich eilig in Richtung automatischer Schiebetür, werden von ihr verschluckt, eurem Sichtfeld und eurer Kontrolle entzogen. Auf dem Weg zu neuen Erfahrungen und in eine Welt voller Gefahr, vor der ihr eure Tochter nicht mehr beschützen könnt. Ich verstehe eure Angst und

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Was du wirklich für gute Fotos brauchst

Fotografieren ist sehen lernen

„Welche Kamera benutzt du?“ Diese Frage wird mir regelmäßig gestellt.  Wenn ich dann sage, dass meine Kamera gar nicht teuer war, kommt oft ein: „Da hast du aber Glück gehabt, so ein gutes Bild zu schießen“. Ein Teil von mir wehrt sich jedes Mal dagegen, dass das nur Glück war. Denn das Besondere finden bedeutet oft; das Besondere sehen lernen. Wenn ich einen Menschen, einer Pflanze, einem Ort keine Beachtung schenke, wird er mir immer unbedeutend bleiben. Das einzige Geheimnis ist,

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Warum Reisen kein Weglaufen ist

Reisen ist nicht Weglaufen

Es gibt im Leben so viele Fluchten von der Wirklichkeit in die Einbildung; Alkohol, Drogen, einfache politische Wahrheiten, Fernsehen, Probleme verdrängen statt besprechen. Das alles sehen wir als völlig legitim und normal an. Nur als Reisende bekam ich immer wieder den Vorwurf, ich würde vor der Realität weglaufen. Manchmal wurden meine Kritiker noch konkreter und sagten, auch ich müsse irgendwann zur Vernunft kommen und Semesterferien nicht mehr für Reisen sondern Praktika nutzen. Und dass auch mein Leben ja nicht ewig

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Brief an meine Angst

Brief an meine Angst

Liebe Angst, Ich kann mich so gut erinnern, wie du mich bei meiner ersten Reise ganz allein begleitet hast. Wir waren zusammen zum Flughafen unterwegs, du warst sehr präsent, ich habe eigentlich nichts anderes mehr wahrgenommen als dich. Ich habe die ganze Zugfahrt daran gedacht, dass ich vielleicht gar nicht aus Thailand zurückkommen würde weil es dort so gefährlich ist. Ich habe an alles gedacht, was mir so oft eingeredet wurde und war kurz davor, doch nicht ins Flugzeug zu

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Der Welt ins Gesicht geschaut: An ein Schulkind aus Togo…

Brief an ein Kind in Afrika

Du bist einer von denen, die nicht still sitzen können. Du warst der erste, der mir auffiel, als ich das erste Mal in deine Schule kam, um mir den Unterricht anzuschauen. Du bist immer wieder aus deiner Bank gehüpft, wenn es einfach zu langweilig wurde. Ich glaube, du ahnst, dass es im Leben Wichtigeres gibt als Buchstaben auswendig lernen. Du hast völlig recht. Manchmal denke ich, es grenzt an Folter, kleinen Kindern ihren Wunsch nach Spielen und Draußen sein abzuerziehen und

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Versprechen an den Menschen, der ich in 10 Jahren sein werde

Brief an mich selbst in 10 Jahren

Liebe Caroline, die ich in 10 Jahren sein werde. Manchmal träume ich von dir. In den guten Träumen bist du eine Frau, die Texte schreibt. Manchmal auch Bücher. Die sich das Denken selbst zum Beruf gemacht hat, weil es einfach die größte Liebe ihres Lebens ist. Du liest alle Bücher, für die mir immer die Zeit gefehlt hat. Auf den Gedanken anderer steigst du immer ein Stückchen höher auf einer Art Erkenntnisleiter des Lebens. Bis du eines Tages die Welt

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